in

Schock: Das lesen die Ermittler aus Rebecca Reusch’s Google-Konto!

Bilderquelle: MediaOne/Polizei Berlin

Neue Erkenntnisse im Fall Rebecca Reusch: Auswertung von Google-Daten liefert brisante Informationen

Am 18. Februar 2019 verschwand die damals 15-jährige Rebecca Reusch spurlos aus dem Haus ihres Schwagers Florian R., der heute 31 Jahre alt ist, in Berlin-Britz. Im Herbst 2020 stellte die Polizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin ein Ermittlungsersuchen an Google Europa in Dublin (Irland). Nun liegen die Ergebnisse der Auswertung der Kriminaltechnik des Landeskriminalamts (LKA) vor – mit neuen Erkenntnissen!

Der Hintergrund des Ersuchens an Google war Rebeccas Google-Konto. Die Ermittler waren besonders an den Suchanfragen der vermissten Schülerin, ihrem Google-Kalender und den Einträgen in ihrer Telefonliste interessiert. Diese Daten könnten Aufschluss darüber geben, welche Seiten von Rebecca besucht und mit wem sie geteilt wurden. Ebenso interessant waren die Notizen und Sprachbefehle der Schülerin.

Ein Ermittler erklärte damals gegenüber BILD: „Wir haben Google auch um die Standort-Daten gebeten. Natürlich interessiert uns zuerst, ob das Google-Konto nach Rebeccas Verschwinden aktiv genutzt wurde und wo es eingeloggt war.“ Dies könnte festgestellt werden, da Google auch andere Geräte erfasst, auf denen möglicherweise Personen mit ihrem Account eingeloggt waren.

Im Frühjahr 2021 lieferte Google einen USB-Stick mit aufwendig verschlüsselten Daten von Rebecca und ihrem Schwager Florian R. Die Entschlüsselung durch eine Sozialabteilung der Kriminaltechnik (KT) dauerte mehr als zwei Jahre. Der Grund für die lange Bearbeitungszeit lag darin, dass der Vermisstenfall Rebecca kein aktuelles Verbrechen mit dringendem Handlungsbedarf war. Andere aktuelle Mordfälle und schwere Straftaten hatten Vorrang.

Nun präsentierte die KT erstaunliche Ergebnisse. Es stellte sich heraus, dass nicht nur Rebecca, sondern auch ihr Schwager in der Nacht und am Morgen vor ihrem Verschwinden bei Google eingeloggt war. Es wurde festgestellt, dass er auf Internetseiten mit „pornografischen Inhalten“ gesurft hatte, darunter auch solche, die Fessel-Sex und Strangulationspraktiken thematisieren. Florian R. wird nach wie vor als Hauptverdächtiger betrachtet, allerdings läuft derzeit kein Ermittlungsverfahren gegen ihn.

Die Fahnder konfrontierten Florian R. erneut mit den neuen Google-Daten und konnten nachweisen, dass er gelogen hatte. Er hatte nicht, wie behauptet, zum Zeitpunkt von Rebeccas Verschwinden tief und fest geschlafen. Zudem gewannen die Ermittler eine weitere Erkenntnis: Niemand – auch nicht Rebecca – hatte sich seit ihrem Verschwinden vor mehr als vier Jahren in ihrem Account eingeloggt. Dies ist ein weiterer trauriger Hinweis darauf, dass die Schülerin nicht mehr am Leben ist.

Der Fall Rebecca Reusch bleibt weiterhin ungelöst, und die neuen Informationen aus der Auswertung der Google-Daten werfen weitere Fragen auf.

Muss Melanie Müller ins Gefängnis? Für Hitlergruß angeklagt!

Vor wichtigsten Spiel! Geheime Kabinen-Ansprache beim BVB enthüllt